Freizeithaus wird saniert: Neue Lüftungsanlage, sanierte WCs und mehr Barrierefreiheit

Gute Nachrichten für das Freizeithaus Buxtehude: Die traditionsreiche Einrichtung wird umfassend modernisiert. Geplant sind unter anderem eine neue Lüftungsanlage, die Sanierung der Sanitärbereiche sowie langfristig mehr Barrierefreiheit durch einen möglichen Aufzug.

 

Mit den Maßnahmen soll das Freizeithaus technisch fit für die Zukunft gemacht werden – und perspektivisch auch wieder größere Abendveranstaltungen ermöglichen.

 

Start der Arbeiten im Juni

Bereits im Juni beginnt die erste Baumaßnahme mit der Sanierung des Damen-WCs. Im Anschluss folgt das größte Projekt: Zwischen Juli und Oktober soll die bestehende Lüftungsanlage komplett erneuert werden. Vorgesehen ist der Einbau einer modernen, elektronisch gesteuerten Anlage inklusive neuer Lüftungskanäle und Anpassungen an der Elektroinstallation.

 

„Wir wollen das Angebot des Freizeithauses so wenig wie möglich einschränken und perspektivisch auch wieder die etablierten Abendveranstaltungen ermöglichen“, sagt Andrea Lange-Reichardt, Leiterin der Fachgruppe Jugend und Familie der Hansestadt Buxtehude. Ziel sei es, die Nutzungsqualität deutlich zu verbessern und das Gebäude langfristig zukunftsfähig zu machen.

 

Auch das Thema Barrierefreiheit rückt stärker in den Fokus. Ab Herbst soll die Planung für einen möglichen Aufzug beginnen. Ein konkreter Zeitplan dafür steht allerdings noch nicht fest.

Vorgeschichte: Streit um Lärm und Veranstaltungen

Die Modernisierung ist eng mit den Diskussionen um die Zukunft des Freizeithauses verbunden. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt die Öffnungszeiten in den Abendstunden deutlich eingeschränkt. Hintergrund waren Beschwerden von Anwohnern über die Lautstärke bei Veranstaltungen.

 

Da sich das Freizeithaus in einem allgemeinen Wohngebiet befindet, gelten nach 22 Uhr strenge Lärmgrenzen von 40 Dezibel. Für Konzerte und kulturelle Veranstaltungen bedeutete das massive Einschnitte: Veranstaltungen mussten bereits gegen 21.45 Uhr beendet werden.

 

Beliebte Konzertreihen wie  „My Six Stages“ gerieten dadurch unter Druck. Musiker, Ehrenamtliche, Eltern und Jugendliche kritisierten die Einschränkungen scharf und warnten vor den Folgen für die Jugendarbeit in Buxtehude. Jugendpfleger Gabriel Braun machte damals deutlich, wie wichtig Orte wie das Freizeithaus für junge Menschen seien – gerade nach den Belastungen der Corona-Zeit.

 

Breiter Rückhalt aus der Bevölkerung

Die Debatte löste in Buxtehude große Solidarität aus. Mit der Initiative „Freie Fahrt fürs Freizeithaus“ sammelte der Stadtjugendring knapp 3.000 Unterschriften für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Einrichtung.

 

Im Jugendhilfeausschuss fand der Einwohnerantrag breite Unterstützung. Vertreter aus Politik und Verwaltung signalisierten frühzeitig Handlungsbereitschaft. Inzwischen stehen nach Angaben der Verwaltung insgesamt rund 1,05 Millionen Euro für die Modernisierung des Freizeithauses zur Verfügung.

 

Freizeithaus bleibt wichtiger Treffpunkt für Jugendliche

Seit Jahrzehnten gilt das Freizeithaus als zentrale Anlaufstelle für Jugendliche, Musiker und Ehrenamtliche in Buxtehude. Bands proben dort, Nachwuchskünstler sammeln erste Bühnenerfahrungen und zahlreiche Gruppen nutzen die Räume für kreative Projekte und Begegnungen.

 

Mit den geplanten Investitionen soll das Haus nun nicht nur technisch modernisiert, sondern auch langfristig als wichtiger Ort für Jugendarbeit und Kultur in der Hansestadt gesichert werden.

 

Quellenangabe: Erschienen am 23. Mai 2026 im Neuen Buxtehuder Wochenblatt; ein Artikel von Nicola Dultz; herzlichen Dank für die Erlaubnis der Wiedergabe an dieser Stelle